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Home > Magazin > Reise > Pandan Island - "Robinsonurlaub" für Taucher

Reise

Veröffentlicht: 17.12.2007

Autor: Fredy Brauchli

Bewertung

[ 4.5 | 2 Benutzer ]

Schlüsselwörter

Robinson

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Geografische Angaben

Breitengrad: 12.8528 / N 12° 51.168'
Längengrad: 120.75 / E 120° 45'

Bilder



Rotflossen-Anemonenfisch.


Nacktschnecke "chromodoris coi".


Nacktschnecke "chromodoris magnifica".


Fetzen-Geisterpfeifenfisch.


Goldmakrele auf der Jagd.


Harlekingarnele in Anemone.


Ein farbenprächtiger, freilebender Papagei.


Porzellankrabbe in Anemone.


Geheimnisvoll leuchtende Qualle am Apo Reef.


Weihnachtsbaum-Röhrenwurm in seltener Färbung

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Sandstrand vor den Bungalows auf Pandan.

Sandstrand vor den Bungalows auf Pandan.

Pandan Island - "Robinsonurlaub" für Taucher

Im entlegenen Westen der Philippinen, im Südwesten von Mindoro, liegt ein kleines Eiland, fernab vom Massentourismus in einem der attraktivsten Tauchgebiete.

Haben Sie auch schon daran gedacht, als Taucher wieder einmal richtig unserer Zivilisation zu entfliehen, um den Urlaub so zu verbringen, wie man das in der Anfangszeit der Maldiven erleben konnte? Gehören Sie also zu jener Sorte von Tauchern, die in den Ferien nicht zwangsläufig luxuriöse Bungalows und einen Discobetrieb in der Nähe brauchen, so dürfte Pandan Island auch für Sie eine Überlegung wert sein.

Es sah aus wie im Märchen

Zusammen mit einem Kameraden besuchte ich im Frühjahr 2002 die kleine romantische Insel. Eine Reise von ungefähr 15 Flugstunden brachte uns via Manila zur Hafenstadt San José. Dort angekommen erwartete uns beide bereits eine fröhliche Crew, um uns mit einer schmucken Banka in rund dreieinhalb Stunden zu unserem Ziel zu bringen. Nahe der Küste von Mindoro glitten wir dahin und genossen das angenehme, trocken heisse Klima ein erstes Mal. Als wir Pandan, von der langen Reise müde, erreichten, sprang der berühmte Funke sofort hinüber. Es sah aus wie im Märchen. Kaum etwas war vom kleinen Resort auf Anhieb zu sehen. Nur ein heller weisser Sandstrand, üppiger Palmenbewuchs und eine türkisfarben leuchtende Lagune. Mit dem obligaten Welcome Drink kamen wir denn auch erstmals mit den aufmerksamen und zuvorkommenden Menschen von Pandan in Berührung.

Zusammen mit einem Kameraden besuchte ich im Frühjahr 2002 die kleine romantische Insel. Eine Reise von ungefähr 15 Flugstunden brachte uns via Manila zur Hafenstadt San José. Dort angekommen erwartete uns beide bereits eine fröhliche Crew, um uns mit einer schmucken Banka in rund dreieinhalb Stunden zu unserem Ziel zu bringen. Nahe der Küste von Mindoro glitten wir dahin und genossen das angenehme, trocken heisse Klima ein erstes Mal. Als wir Pandan, von der langen Reise müde, erreichten, sprang der berühmte Funke sofort hinüber. Es sah aus wie im Märchen. Kaum etwas war vom kleinen Resort auf Anhieb zu sehen. Nur ein heller weisser Sandstrand, üppiger Palmenbewuchs und eine türkisfarben leuchtende Lagune. Mit dem obligaten Welcome Drink kamen wir denn auch erstmals mit den aufmerksamen und zuvorkommenden Menschen von Pandan in Berührung.

Neben dem Resort beginnt der Urwald

Unser Inselleben erforderte allerdings etwas Flexibilität unsererseits, denn plötzlich wurden wir gewahr was es heisst, wenn aus der Dusche und dem Wasserhahn Salzwasser rinnt und im einfachen Bungalow nur eine Lampe, betrieben mit 12 Volt Solarstrom, spärlich leuchtet. Zwar stand für das letzte Abduschen und fürs Zähneputzen ein grosses Gefäss mit reichlich Süsswasser zur Verfügung. Aber eine 220 Volt Steckdose existierte genau so wenig wie eine Klimaanlage. Die Betten besassen ein Moskitonetz, obwohl man äusserst selten von Insekten belästigt wurde. Eine kleine überdeckte Veranda lud zum Plaudern bei gleichzeitigem Blick auf die wenige Meter entfernte Lagune ein. Neben dem Resort beginnt der Urwald, weshalb Vogelgezwitscher und Geckorufe immer leise in der Luft lagen. Ganze 15 Bungalows umfasst das kleine Resort, das von den beiden französischen Besitzern mit dem ihnen eigenen Charme geleitet wird. Ihnen ist zu verdanken, dass man sogar französischen Wein trinken und zum Aperitif durchaus einen Pernod geniessen kann. Mit dem Essen jedoch, seien wir ehrlich, stehen oder fallen unsere Ferien. Und da gibt es in Pandan nichts auszusetzen. Die abwechslungsreiche Küche besteht aus einem französisch-philippinischen Mix und dürfte jedermann überzeugen. Wenn am Ende des Urlaubs die Getränke bezahlt und nach zwei Wochen ein Gesamtbetrag von zwischen 100 und 200 Schweizer Franken zu entrichten ist, dann reibt sich wohl so manch einer ungläubig die Augen. - Das ist eine andere, ebenfalls sehr angenehme Seite eines Pandanaufenthaltes.

Tauchbasis der White Tip Divers

Die kleine, übersichtliche Tauchbasis der White Tip Divers verfügt über sehr angenehme, kompetente Tauchguides, welche die individuellen Bedürfnisse ihrer Gäste wenn immer möglich zu erfüllten suchen. Getaucht wird in kleinen und kleinsten, nach Erfahrung zusammengestellten Gruppen. Die Ausbildung nach PADI und NAUI erfolgt in Deutsch, Englisch, Französisch und Tschechisch. Ungefähr ein Dutzend Ausrüstungen stehen leihweise zur Verfügung. Weil Elektrizität mit Solarzellen erzeugt wird, läuft auf der Insel alles mit 12 Volt. Im Dive-Shop stehen allerdings dank einem Stromwandler 220 Volt zum Aufladen der Lampen und der Akku-Rasierapparate zur Verfügung.

Sehr intakte Riffe umgeben die Insel

Die Riffe rund um die Insel sind grossmehrheitlich sehr intakt und verfügen über wunderschöne Korallengärten, nicht zuletzt auch dank einem Fischereiverbot. Grossfische sind eher selten anzutreffen, dafür findet der an Raritäten interessierte Taucher alles was das Herz begehrt: beispielsweise Schaukelfische, Krötenfische, Geisterpfeifenfische, Steinfische und eine unglaubliche Vielfalt an Nacktkiemenschnecken mit sehr seltenen Arten. Pandan ist ein wahres Eldorado für den Makrofotografen. Aber auch auf Schildkröten, Barrakudas, Muränen und Seeschlangen braucht man keinesfalls zu verzichten.

Das weltberühmte Apo-Reef

Ein kleines Katamaranboot bringt die Taucher an die in der Regel nur wenige Minuten entfernten Plätze rund um die nur 16 ha grosse Insel. Besteht der Wunsch, mit einer Banka eine mehrtägige Tauchsafari zum nur etwa 2 Bootsstunden entfernten, weltberühmten Apo-Reef zu unternehmen, so findet man dort alles was das Taucherherz begehrt. Dieses Erlebnis sollte sich kein Pandan-Besucher entgehen lassen. In einer kleinen Gruppe, zusammen mit einer tollen Crew wird der Apo-Trip zum Höhepunkt eines Pandanaufenthaltes. Nebst der äusserst zuvorkommenden Betreuung setzte bei unserem Ausflug der mitgereiste französische Koch der Exkursion mit seinen kulinarischen Künsten die Krone auf. Selbst beim Frühstück mussten wir nicht einmal auf frisch gebackenes Brot verzichten.

Reiseinformationen

Die beste Reisezeit zum Besuch von Pandan ist von Dezember bis Juni. Dann ist es trocken und warm, vom März bis Juni sogar sehr heiss. In der Schweiz kann die Reise beim Tauch-Treff Zug zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis gebucht werden. Nähere Infos über Pandan sind im Internet unter www.pandan.com.