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Reise

Veröffentlicht: 15.12.2007

Autor: Fredy Brauchli

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Geografische Angaben

Breitengrad: 9.1865 / N 9° 11.19'
Längengrad: 123.267998 / E 123° 16.08'

Bilder



Trächtiges männliches (!) Seepferdchen mit prall gefüllter Bauchtasche (Masaplod).


Weichkorallen-Dekorationskrabbe. (Dauin).


Junkerfische beim Paarungsritual. (Lipayo, El Dorado Hausriff).


Harlekin-Geisterpfeifenfisch. (Lipayo, El Dorado Hausriff).


Pegasusfisch. (Dauin).


Mandarin-Leierfische beim Paarungsritual. (Lipayo, Sarah’s Place).


Springkrabbe „Lauriea siagiani“. (Masaplod).


Seltene Färbung eines Fangschreckenkrebses. (Lipayo, Sarah’s Place).

Videos

Soziale Lesezeichen



Nacktschnecke „Thecacera picta“. (Dauin, Car Wreck).

Nacktschnecke „Thecacera picta“. (Dauin, Car Wreck).

Wunder Visayas (Philippinen) - Wiederholungsgefahr für Makro Freaks

Die Visayas gehören zu den weltbesten Tauchgebieten. Ihre ständig steigende Beliebtheit verdanken sie zu einem schönen Teil der ausserordentlich reichen Unterwasserfauna.

Nach 15 bis 20 Stunden Flugreise – je nach Route, ob via Kuala Lumpur oder Hongkong – erreicht man die im Südosten von Negros Oriental gelegene, von Leben sprühende Stadt Dumaguete. Auf dem Land- oder Seeweg führt die letzte Etappe zu einer der sechs Tauchbasen von Sea-Explorers. Seit 1986 managt der Schweizer Chris Heim, einer der wohl erfahrensten Tauchanbieter, sechs hervorragend geführte Destinationen. Das als PADI 5* GOLD PALM IDC Center ausgezeichnete Resort in Lipayo, Dauin, südlich von Dumaguete gelegen, bildet sozusagen das Herzstück des Tauchimperiums von Chris Heim. In Cebu City befindet sich das Head Office unter engagierter Schweizer Leitung von Martin Nussbaumer.

Brauner Sand und Raritäten bis zum Abwinken

Das klare türkisfarbene Wasser kontrastiert herrlich zum braunen Sandstrand von Negros. Die Uferlinie ist von üppiger tropischer Vegetation gekennzeichnet. Bis zum Erscheinen dieses Berichts wird das neue komfortable Resort in Lipayo fertig gestellt sein. Gruppiert um einen riesigen Süsswasser-Pool werden die aus edlen Materialien gefertigten luxuriösen Bungalows bezugsbereit sein. Ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis ist garantiert. Das direkt am endlosen Sandstrand gelegene Resort mit seiner bestens eingerichteten Tauchbasis wird von Rolf Mühlemann geleitet, ebenfalls einem langjährigen Philippinen-Kenner. Ihm und seinen Tauchguides ist es zu verdanken, dass die Besucher aus dem fernen Europa die zahlreichen Raritäten zu Gesicht bekommen, die sich buchstäblich vor der Haustüre tummeln. Seepferdchen, verschiedene Arten Geisterpfeifenfische, Pegasus-, Angler- und Leierfische gehören praktisch zu den täglichen Erlebnissen – ob man am Hausriff selbst oder an den wenige Minuten entfernten Tauchplätzen „Sarah’s Place“, „Dauin“ oder „Masaplod“ die Unterwasserwelt erkundet. Nicht vergessen werden darf natürlich die Vielfalt an Nacktschnecken.

Apo und Sumilon Island

Etwas längere Bootsfahrten mit dem bequemen und raschen Auslegerboot bringen die erfahreneren Taucher nach Apo Island oder Sumilon Island, kleinere, von hellem, feinem Sand umgebene Inseln mit sehr unterschiedlichen Tauchplätzen. Strömungstauchen vor „Coconut Plantation“, Drop-off Kitzel am „Chappel“, Tausende von Anemonenfischen bei „Clownfish City“ oder riesige Makrelenschwärme am „Rock Point“. In Apo Island lässt sich für jeden Geschmack das Passende finden, ebenso wie rund um Sumilon.

Insel-Hüpfen garantiert das totale Tauchvergnügen

Die sechs Stützpunkte von Sea-Explorers in den südlichen Visayas garantieren ein einzigartiges Island Hopping im gleichen Urlaub. Die Basen von Sea-Explorers sind bereits zweimal als beste Tauchbasen in Südostasien ausgezeichnet worden. Ohne während den Boot-Transfers Zeit zu verlieren, können mehrere Tauchbasen gebucht werden mit dem Vorteil, dass unterwegs immer wieder an spektakulären Plätzen getaucht werden kann. Fünf der insgesamt sechs Destinationen liegen in einem Umkreis von wenigen Dutzend Kilometern: Dumaguete, Siquijor, Alona Beach, Cabiloa und Malboal. Einzig das der Nordspitze von Cebu vorgelagerte Malapascua liegt etwa eine Tagesfahrt entfernt. Wer Zeit und Lust dazu hat, kann sein ganz persönliches Insel-Hüpfen zusammenstellen. Für weniger Fleissige wird ein 14-tägiges Standard-Programm angeboten. In jedem Fall ist aber ein individuelles, auf die Bedürfnisse und Erfahrung abgestimmtes Tauchen garantiert.

Eindrücke eines „Wiederholungstäters“

Mit jedem weiteren Tauchurlaub in den südlichen Visayas stieg die persönliche Erwartungshaltung. Und noch nie wurde sie nicht erfüllt oder gar übertroffen. Wer kann schon erzählen, dass er bereits am ersten Tauchtag mehr als 80 % der Wunschliste von Raritäten abhaken konnte? Dem Verfasser ist dies im Frühjahr in Dumaguete geglückt. An den beiden nächst gelegenen Tauchplätzen wurden Seepferdchen, Seegras- und Harlekin-Geisterpfeifenfische, ein Pegasusfisch, Krötenfische, seltene Nacktschnecken, Dekorationskrabben, Flügelseenadeln, ein Schwarzflossen-Feuerfisch und ein Teufelsfisch gesichtet und fotografiert.
Ein Glanzlicht stellten die Begegnungen mit Mandarin-Leierfischen während eines Tauchgangs zur Zeit der Abenddämmerung dar. Es braucht zugegebenermassen schon Glück, um diese äusserst scheuen, sich nur während 3-5 Sekunden zeigenden farbenprächtigen Fische schliesslich auch noch fotografieren zu können. Das Sahnehäubchen stellt die Aufnahme mit den sich paarenden Mandarin-Leierfischen dar - eine Aufnahme, die ich der äusserst geschickten Lichtführung meiner Tochter Simone zu verdanken habe.
Für Grossfisch-Liebhaber ist die Destination nur mit Vorbehalt zu empfehlen. Natürlich kann einem das Glück hold sein so dass man Mantas oder gar einen Walhai antrifft. Doch damit darf nicht gerechnet werden. Für den Verfasser stellte eine Begegnung mit einem beeindruckenden Fuchshai am Drop-off vor Apo Island ein weiteres Highlight dar.
Die Aufzählung der kleinen seltenen Meeresbewohner liesse sich noch lange fortsetzen. Finger-Leierfische, Moyer’s Leierfische, Seeschlangen, Pfauenaugenfeuerfische, orange gefärbte Fangschreckenkrebse usw. finden sich in den Log-Eintragungen von nur 14 Tagen. Fast zuviel, um alles richtig zu geniessen und zu würdigen. Wer als Taucher eine Alternative zu den sagenumwobenen Lembeth Straits sucht, der darf sich ohne Zögern mit den südlichen Visayas auseinander setzen. Wiederholungsgefahr ist garantiert.