Reise
Veröffentlicht: 13.12.2007
Autor: Fredy Brauchli
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[ 4.67 | 3 Benutzer ]
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Geografische Angaben
Breitengrad: 9.87822 / N 9° 52.693'
Längengrad: 123.775002 / E 123° 46.5'
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Riesige Tischkorallenformationen beim Chapel Point so weit das Auge reicht
Cabilao Island (Philippinen): Gigantische Korallen und dazu ein Makro-Paradies
Wer die lange Reise nicht scheut, trifft auf Cabilao Island nebst üppigem Korallenbewuchs seltene Kleinlebewesen in einer aussergewöhnlichen Vielfalt.
Zugegeben, die Reise nach Cabilao dauert lang, sehr lang. Aber wenn man den Fuss abends spät auf das kleine Eiland in den Visayas setzt, ist alles im Nu wie weggeblasen. Zum Empfang wird jedem Besucher ein wunderschöner Blumenkranz um den Hals gelegt. Der Resort-Manager erkundigt sich sogleich nach den Essenswünschen seiner neuen Gäste und gibt diese der Küchenmannschaft weiter. Das Reisegepäck wird von flinken Händen in die Bungalows gebracht und die Erfrischung unter der Dusche ist nur noch Minuten entfernt. Die ersehnten Tauchgänge in Cabilao können am nächsten Tag Realität werden.
Individuelles Tauchen
In sehr kleinen, individuell zusammengestellten Gruppen findet der erste Tauchgang in Nordwesten am Platz Gorgonia Wall statt – einer steil abfallenden, mit zahlreichen Korallen bewachsenen Wand. Und der insgeheim gehegte Wunsch, Pygmäen-Seepferdchen anzutreffen, erfüllt sich gleich beim ersten Tauchgang. Inmitten einer der zahlreichen roten Gorgonien findet unser Guide Aking ein Exemplar des winzigen Zwergseepferdchens Hippocampus denise. Zahllose Korallenfische, verschiedene kleine Krebse und eine seltene Nacktschnecke der Art Glossodoris hikuerensis werden später im Logbuch vermerkt. Doch das sollte erst der Anfang sein.
Am nordwestlichen Ende von Cabilao liegt auch der Platz Lighthouse, den wir als nächsten besuchen. Bereits am gleichmässig abfallenden Hang zur Steilwand erspähen wir ein Paar schwarze Harlekin-Geisterpfeifenfische und eine Schleierbäumchenkrabbe. Daneben jede Menge an kleinen und kleinsten Krabbentieren und zahlreiche Nacktschnecken. Raritäten so weit das Auge reicht. Im 20 Meter-Bereich beginnt ein wunderschön bewachsener Steilhang, an dem es uns vor lauter Staunen fast die Sprache verschlägt. An einer dunkelroten Gorgonie findet unser Guide mit seinen Sperberaugen zur Freude von uns Fotografen mehrere rote Pygmäen-Seepferdchen der Art Hippocampus bargibanti. Dass wir beim Austauchen nochmals zwei Harlekin-Geisterpfeifenfischen begegnen rundet den erfolgreichen ersten Tag wunderschön ab.
Relativ wenige, aber durchwegs hervorragende Tauchplätze
Im ähnlichen Stil reiht sich ein begeisternder Tauchgang an den anderen. Zwar verfügt das lediglich 7,5 km2 grosse Eiland nur über ungefähr zehn Tauchplätze, die sich über das 10 km lange, die Insel umgebende Saumriff verteilen. Was die aus der ganzen Welt anreisenden Taucher fasziniert, ist einerseits der fantastische, zuweilen gigantische Ausmasse annehmende und völlig intakte Bewuchs von Korallen und Schwammformationen. Dies insbesondere an der weniger oft betauchten Südwestecke zwischen Chapel Point und South Point. Andererseits lockt eine grosse Artenvielfalt an Fischen, die dank zwei unter Schutz stehenden Gebieten erhalten werden kann. Die zahllosen kleinen Höhlen und der üppige Bewuchs der Steilwände bilden einen idealen Lebensraum für viele seltene Meeresbewohner in einer kaum je angetroffenen Dichte.
In 7-10 intensiven Tauchtagen kann man einen schönen Eindruck von der überschäumenden Vielfalt an Lebensformen rund um Cabilao gewinnen. Sozusagen zum Pflichtprogramm gehören ein bis zwei Nachttauchgänge. Diese finden meistens an der Nordostecke in der Gegend von Cambaquiz statt und eröffnen nochmals einen weiteren Einblick in die Artenvielfalt. Schlangen- und Krokodilaale, Stein- und Teufelsfische, prächtige Anglerfische, Krabben verschiedenster Prägung, seltene Nackt- und Gehäuseschnecken oder auch Flügelrossfische usw. sorgen dafür, dass kein Fotograf enttäuscht aus dem Wasser steigen muss.
Inselhüpfen zu nahe gelegenen Destinationen
Ein Aufenthalt in Cabilao lässt sich hervorragend mit anderen, nahe gelegenen Destinationen verbinden. Dank individuell organisierten Bootstransfers, während denen an abgelegenen Orten getaucht werden kann, sind innert wenigen Stunden andere reizvolle Tauchziele in den Visayas erreichbar. Dadurch lässt sich ein Tauchurlaub nach eigenem Geschmack zusammenstellten.
Informationen
Die Anreise aus Europa erfolgt am besten per Flug nach Cebu. Weiter mit der Schnellfähre nach Tagbilaran auf Bohol (ca. 2 Std.), per Taxi nach Sandingan (ca. 1 ½ Std.) und schliesslich mit einem Auslegerboot nach Cabilao (ca. ½ Std.).
Lage von Cabilao und Tauchplätze siehe spezielle Karten.
Die Wasserversorgung wird mangels Grundwasser auf der Insel mittels Zisternen sichergestellt. Elektrischer Strom aus Solaranlagen (230 Volt) steht täglich zwischen 17.30 und 23.30 Uhr zur Verfügung; während der übrigen Zeit 12 Volt-Solarstrom.
Der Cabilao Beach Club liegt direkt am weissen Palmenstrand im Nordosten und nahe der Ortschaft Cambaquiz. Das kleine Resort verfügt über gepflegte Doppelbungalows, die unter- und oberhalb der Klippe direkt am Meer liegen. Die Anlage des Resorts bietet einen tropischen Garten und ein gut geführtes Restaurant mit Blick von der Steilküste aufs Meer.
Die Basis verfügt über die erforderliche Ausrüstung und garantiert einen einwandfreien, auf die Bedürfnisse der Besucher angepassten Tauchbetrieb. Alle Tauchplätze sind in wenigen Minuten Bootsfahrt erreichbar.
Weitere Informationen unter www.cabilao.com und www.sea-explorers.com.












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